Wort von Herrn Pfarrer Dr. Stefan Schantl zum 4. Fastensonntag

Liebe Pfarrgemeinde,

im Evangelium des 4. Fastensonntags (Jo 9, 1-41, siehe Schott-Messbuch online) überlegen die Jünger Jesu, wer wohl die Schuld daran trägt, dass ein Mann, dem sie begegnen, blindgeboren wurde:

"Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde?" - Doch Jesus hat einen anderen Blickwinkel: Gott will diese Situation nützen, um anhand dieser Situation etwas Gutes zu schenken: "Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden." Das kann uns in diesen Tagen der Quarantäne und der schweren Krankheit, die manche schon befallen hat und alle anderen bedroht, auch eine Perspektive geben:

Wir müssen nicht so sehr grübeln, warum das alles so gekommen ist, sondern wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott auch diese schwere Situation zum Guten nützen kann. Und auch wir können diese Zeit gut nützen, damit wir gestärkt hervorgehen - besonders durch einen gut strukturierten Tagesablauf mit besonderen Zeiten auch für Gott. Vielleicht helfen dazu manche Ratschläge von Johannes Hartl (Mir fällt die Decke auf den Kopf...).

Ich werde die Sonntagsmesse für alle Menschen in unserem Pfarrverband feiern. In einer unserer drei Kirchen, wenn auch leider hinter geschlossenen Türen. Solltet ihr die Glocken läuten hören, dann wisst, dass gerade die Wandlung ist und Gott in der Eucharistie zu uns herabsteigt. Verfolgt bitte auch eine Sonntagsmesse in den Medien, Hinweise dazu findet Ihr z.B. auf der Seite der Erzdiözese.

Der Herr möge uns alle segnen!

Herzliche Grüße und Segenswünsche,
Euer Pfarrer Stefan Schantl

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