Ein herzliches "Grüß Gott" auf der Homepage der röm.kath. Pfarre Kirchbichl
Aus der Predigt unseres Herrn Pfarrer Stano
  Sonntag, 19. Februar 2017

Vielleicht kennen manche von Ihnen die Geschichte von Dostojewski über eine Frau, die Gotte nicht schätzte und kein Mitleid mit armen menschen hatte. Als sie starb, warf man sie in den Feuersee, weil sie so geizig und böse war. Sie rief einem Engel zu, der am Rand des Feuersees stand: "Ich habe doch eine gute Tat vollbracht. Einmal habe ich einem Bettler eine Zwiebel gegeben, weil er sehr hungrig war."

"Eine gute Tat! Immerhin! Dann kann ich dich retten.", antwortete der Engel, schob eine Hand in sein weißes Gewand, zog eine Zwiebel daraus hervor, hielt sie über das Feuer zu der Frau hin und rief: "Halt dich daran fest, dann ziehe ich dich heraus." Voller Hoffnung packte die Frau die Zwiebel, hielt sich daran fest, und der Engel zog. Bald merkte die Frau, dass alle anderen aus dem See nach ihren Beinen griffen und sich daran festkrallten. Plötzlich hingen unzählige Menschen an dieser kleinen Zwiebel! Trotzdem zog der Engel weiter, und vielleicht wäre alles gut gegangen... - aber - die Frau fing an mit ihren Beinen zu strampeln und um sich zu treten. "Lasst los! Lasst mich sofort los! Das ist meine Zwiebel! Die rettet nur mich allein und sonst keinen!" Nach diesen Worten brach die Zwiebel entzwei und die Frau stürzte in den Feuersee zurück.

Ja, auch auf diese Art können wir das heutige Evangelium ergänzen und erklären. Alles, was wir für andere Menschen tun, bekommen wir wie einen Bumerang nach dem Tod zurück. Und es ist egal, ob es um unsere Freunde oder Feinde geht. Aber vergessen wir nicht, dass Jesus, nicht nur über die guten Taten gesprochen hat. Wenn nur die guten Taten gezählt hätten, hätte uns Gott nicht seinen Sohn geschickt, sondern die Lehrer der Ethik. Einmal hat mich nach dieser Geschichte ein Schüler gefragt, warum Jesus in diese Welt kommen musste, warum nicht nur die guten Werke genügen. Ich habe ihm geantwortet: Sie genügen für jene, die nie von Jesus gehört haben, und darum konnten sie Jesus nicht annehmen. Ihre Eintrittskarte in den Himmel sind gute Taten und ihr aufrichtiges Gewissen. Aber für jene, die seine Botschaft kennen, sagte Jesus: "Wer glaubt..., der wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Marcus 16,16). Der Schüler begriff das trotzdem nicht ganz, darum versuchte ich es ihm noch einfacher zu erklären. Ich sagte: "Stell dir vor, 2 Kinder schlagen sich. Das ist nicht wirklich schön, aber es ist wahrscheinlich keine große Sünde, weil sie noch jung sind. Wenn aber ein Erwachsener Sohn seinen Vater oder seine Mutter schlägt, was meinst du? Ist das auch nur eine Kleinigkeit?" "Nein", antwortete er, "das ist mehr als furchtbar." "Da hast du Recht. Manche dieser Eltern kenne ich, und sie sprechen nicht mehr mit ihrem Sohn, der sie so beleidigt und ihr Herz verletzt hat. Und weiß du", setzte ich fort, "dass in manchen Staat die Todesstrafe gilt, wenn jemand nur versucht, den Präsidenten zu töten? Also je größer der Unterschied zwischen der Stellung des Schuldigen und des Beleidigten ist, desto erheblicher ist die Schuld. Und  der Unterschied zwischen uns und der Stellung Gottes ist unendlich groß, und darum ist jede absichtliche Sünde für Ihn wie eine Ohrfeige und erschafft eine unendliche Schlucht zwischen uns und Gott, auch wenn wir es nicht fühlen. Das können wir vielleicht sehr schwer verstehen, weil wir über die Majestät unseres Schöpfers und himmlischen Vaters nur sehr wenig wissen. Wir müssen nur glauben, weil es in der Bibel steht. Nur sein Sohn Jesus konnte durch sein Kreuz diese unermessliche Schlucht überbrücken. Darum ist er in diese Welt gekommen. Wir können nur durch die Buße und die Beichte immer wieder über diese Brücke zu Jesus kommen, auch wenn wir alle Sünden dieser Welt begangen, sie aber tief und ehrlich bereut haben. Ja, ohne Glauben geht es nicht. Die Barmherzigkeit Gottes ist ebenso schwierig nur mit dem Verstand zu verstehen wie seine Majestät." Der Schüler war mit dieser Antwort etwas zufriedener. Der glaube ohne gute Werke ist tot, aber auch umgekehrt. Jeder Humanismus mit einer bewussten Absage gegen Gott stammt vom Bösen, wie es der heutige Papst Franziskus schon viele Mal gepredigt hat. Ich wuchs im Kommunismus auf, darum weiß ich, worüber ich spreche. Nächstenliebe und der Glaube an Jesus mit seinen Geboten kann nie getrennt gesehen werden, es muss immer ein Ganzes sein.

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Vortrag und Gespräch mit Frau Dipl.Päd. Martina Koidl

Dienstag, den 21. März 2017 um 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

im kleinen Pfarrsaal, Pfarrhof Kirchbichl

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"Haussammlung 2017"



Hilfe aus der Region, für die Region
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"Autofasten"



Nähere Information unter: www.autofasten.at
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Pfarrblatt März 2017

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